Psychopath-Erkennen_PEIN                 P.E.I.N. Psychopathen: Erkennen. Informieren. Neutralisieren.

PEIN
steht für Strafe, Qual, Schmerz und bezeichnet auch heftiges körperliches, seelisches Unbehagen.

P.E.I.N. ist aber auch ein Projekt zur Entlarvung, Information und Neutralisation von Psychopaten/Soziopathen.

Ein Problem, das mehr und mehr einer Befassung durch Justiz, Polizei, Jugendämter u.a. Schutzbehörden bedarf sind  Psychopathen/ Soziopathen, die als brutal handelnde Täter in Erscheinung treten. Ihre Erkennung, Entlarvung und Neutralisation fällt betroffenen Opfern oft schwer, da die Psychopathen / Soziopathen in der Regel verdeckt und gut getarnt handeln und ihre Opfer geschickt "einlullen" und/oder unter Druck setzen.

Mittlerweile existiert genügend Fachliteratur, wobei ein guter Überblick im Buch von Hare „Gewissenlos. Die Psychopathen unter uns“, (Springer, Wien, New York 2005) vermittelt wird. Soziopathen sind oft Wölfe im Schafspelz. Unter einer meist geschliffenen oder charmanten Oberfläche verbirgt sich ein schwer gestörter Mensch mit der Fokussierung ausschließlich auf sich selbst. Fehlendes Mitgefühl für andere (Empathie) sowie ohne soziale Verantwortung und Gewissen sind für Soziopathen charakteristisch, wobei deren Anteil an der Gesamtbevölkerung bei etwa 4% liegt.

Während Psychopathen auffällig sind, vermögen es Soziopathen, ihre Persönlichkeitsstörungen nach außen hin zu verbergen, und in der Gesellschaft verankert zu sein. Tatsächlich aber sind sie innerlich genauso gestrickt und gestört, damit genauso gefährlich und sind der Inbegriff der dissozialen Persönlichkeitsstörung. Der bekannte amerikanische Psychiater Hare hat die wichtigsten Symptome zusammengetragen, die sehr eindrucksvoll die Problematik im Umgang mit Psychopathen (dieser Ausdruck wird im Weiteren auch für Soziopathen benutzt) beschreiben. Seine Auflistung (Hare, „Gewissenlos. Die Psychopathen unter uns“, Springer, Wien, New York 2005, Seite 30) führt die Kategorien „emotional/zwischenmenschlich“ und „abweichendes Sozialverhalten“ auf.

Bei emotional / zwischenmenschlich beschreibt er die Abweichungen mit:

Bei abweichendem Sozialverhalten führt Hare folgende Eigenschaften auf:

Die Problematik ist, Psychopathen zu erkennen. Dadurch, dass sie manipulativ und zumeist eloquent sind, können sie sich in der Gesellschaft verbergen. Opfer von ihnen, die schlimme Erlebnisse und nahezu unvorstellbare Schädigungen bzw. Taten beschreiben, werden sehr oft nicht ernst genommen.

Auch bei Konfrontationen zwischen Opfern und Psychopathen vermögen letztere zumeist, sich besser ins Licht zu stellen. Es verwundert nicht, dass bei den Sexualdelikten und häuslichen Gewaltdelikten zu einem Großteil Psychopathen die Täter sind. Durch ihr quasi eindimensionales Denken hinsichtlich einer Tat bzw. eines Erfolges (oft werden sie mit einem punktuellen Suchscheinwerfer verglichen) gehen sie auf ihr Ziel los, ohne Rücksicht auf Verluste.

Menschen, die sich ihnen in den Weg stellen oder ihnen unbequem sind, werden überrannt und vernichtet. Damit aber sind Psychopathen höchst gefährlich und – was nicht verwundert – auch bei Serienmördern in großer Menge anzutreffen. Die Psychologin Martha Stout übrigens bescheinigt den Soziopathen ein überdurchschnittliches Selbstmitleid (Der Soziopath von nebenan, Springer Verlag, Wien, 2006), durch das sie auch leichter erkennbar sein sollen. Pointiert formuliert sie: „Sollte der Teufel existieren, dann würde er sich von uns allen wünschen, dass wir ihn über die Maßen bemitleiden“.

Neurologisch sind Psychopathen auffällig und nachweisbar, da bestimmte Gehirnregionen nicht dem Standard entsprechen. Der bereits zitierte Hare geht dagegen über eine Prüfliste (s.u.) an das Auffinden von Psychopathen heran. Die Therapie von Psychopathen ist fast nicht möglich. In Deutschland versucht man im Strafvollzug mittels sozialtherapeutischer Einrichtungen an sie heranzukommen, was praktisch aber nie Erfolg hat. Daher muss man sagen, dass ein Psychopath ein Psychopath bleibt, egal was mit ihm angestellt wird. Hiermit ist die Gefahr für Wiederholungstaten immens gegeben.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie es mit einem Psychopathen zu tun haben, so sollten Sie vorsichtig sein, holen Sie sich rechtzeitig qualifizierte Hilfe, vielleicht nützt Ihnen die Auflistung von Hare ja bei der Diagnose. Notieren Sie sich in jedem Fall die Verhaltensauffälligkeit, auch das Vorgehen bei an Ihnen begangenen Taten, führen Sie quasi ein Psychopathen-Tagebuch. Wenn Sie, was ja oft der Fall ist, mit einem Psychopathen in der häuslichen Gemeinschaft leben, so bedenken Sie, dass er sich, egal was Sie unternehmen, nie ändern wird. Nicht Sie sind an ihm schuld, vielmehr er ist der Täter, der sich dazu berufen fühlt, Sie zu vernichten. Hier hilft nur, die Hilfe der Justiz in Anspruch zu nehmen, also beispielsweise Distanz mittels einstweiligen Anordnungen nach dem Gewaltschutzgesetz zu erwirken, aber auch das Aufsuchen von Frauenhäusern. Auf jeden Fall aber der Mut, sich von ihm nachhaltig zu trennen.

Nachstehend die ursprünglich von Robert Hare 1980 begründete und fortentwickelte Psychopathie-Checkliste „PCL-R“. Jedes Merkmal ist wie folgt zu bewerten: 0 = trifft überhaupt nicht zu, 1 = trifft etwas zu, 2 = trifft voll zu. Bei mehr als 30 von 40 möglichen Punkten ist die beurteilte Person ein Psychopath/Soziopath.

1. sprachgewandt mit charmantem Auftreten
2. übersteigertes Selbstwertgefühl
3. ständiges Gefühl der Langweile, Bedürfnis nach Stimulation
4. pathologisches Lügen
5. betrügerisch-manipulatives Verhalten
6. Mangel an Reue oder Schuldgefühlen
7. oberflächliche Gefühle
8. Gefühlskälte, Mangel an Empathie
9. schlechte Kontrolle des eigenen Verhaltens
10. impulsives, unüberlegtes Verhalten
11. Fehlen von langfristigen, realistischen Zielen
12. parasitärer Lebensstil
13. Promiskuität
14. viele kurzzeitige Beziehungen und Affären, Polygamie
15. verantwortungsloses Verhalten wie Fernbleiben von der Arbeit
16. mangelnde Bereitschaft, Verantwortung für eigenes Verhalten zu übernehmen
17. Verhaltensauffälligkeiten in der Jugend wie lügen, von zu Hause weglaufen
18. Jugendkriminalität
19. Missachtungen von Weisungen und Auflagen der Gerichte
20. Straftaten aller Art

Unser Projekt P.E.I.N. Psychopathen: Erkennen. Informieren. Neutralisieren. sucht mutige Mitstreiter, Betroffene, Psychologen, Rechtsanwälte, Ärzte, Lehrer, Polizisten und andere engagierte Persönlichkeiten, die nicht länger zuschauen können und wollen, wenn Psychopathen/Soziopathen ungestraft ihr zerstörerisches Werk betreiben.              

"Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird." Wilhelm Busch
"Die Wahrheit kann auch eine Keule sein, mit der man andere erschlägt."  Anatole France
"Gutes kann niemals aus Lüge und Gewalt entstehen."  Mahatma Gandhi
 
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